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News aus der Metallbau-Branche

Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident und Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung Stahl. Foto: Stahl-Zentrum/Wilfried Meyer

25.04.2017

Stahlindustrie in Deutschland: Wachsende Unsicherheiten

Globale Strukturprobleme, eine unzureichende europäische Außenhandelspolitik sowie drohende Belastungen infolge des EU-Emissionsrechtehandels bestimmen nach Einschätzung der Wirtschaftsvereinigung Stahl das Umfeld der Stahlindustrie in Deutschland und Europa.

Als weiteren wichtigen Faktor nennt die Organisation mögliche Folgen der künftigen US-Handelspolitik. Auch sie bereiten immer größere Besorgnis. Daher bewegt sich die moderate konjunkturelle Erholung der Stahlindustrie auf einem zunehmend unsicheren Fundament. „Die Europäische Union steht vor einer großen industriepolitischen Herausforderung. An der Stahlindustrie macht sich beispielhaft fest, ob und wie die EU auf Gefährdungen ihrer industriellen Basis reagieren will“, sagte dazu Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, im Rahmen einer Pressekonferenz anlässlich der Hannover Messe 2017. Es brauche jetzt mutige Entscheidungen, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Stahlindustrie in einem veränderten internationalen Umfeld zu erhalten.

„Protektionismus abzulehnen und gleichzeitig konsequenten Handelsschutz gegen unfaire Marktteilnehmer sicherzustellen, sind kein Widerspruch, sondern zwei Seiten einer Medaille“, stellte Kerkhoff mit Blick auf aktuelle Verlautbarungen aus den USA sowie den Importdruck von Dumpingstahl aus China und weiteren Ländern klar.

Bei der Bewältigung der globalen Strukturkrise steht laut Wirtschaftsvereinigung Stahl China weiterhin im Fokus, da rund zwei Drittel der weltweiten Überkapazitäten auf dieses Land entfallen. Trotz angekündigter Schließungspläne fährt die chinesische Stahlindustrie aktuell die Produktion hoch, statt Anlagen tatsächlich vom Markt zu nehmen.

Von dieser Seite ist keine Entspannung zu erwarten. „Leider geht Brüssel die Modernisierung der EU-Handelsschutzinstrumente bislang nur äußerst zaghaft an. Zudem ist die Gefahr vorhanden, dass es künftig für China deutlich leichter werden könnte, Dumpingstahl nach Europa zu exportieren“, sagte Kerkhoff.

Brüssel sei beim Emissionsrechtehandel mit drohenden milliardenschweren Auflagen für die Stahlindustrie auf falschem Kurs, so Kerkhoff weiter. „In den kommenden sechs Wochen entscheidet sich die Investitionsperspektive und Wettbewerbsfähigkeit der Stahlindustrie für die nächsten Jahre. Wenn es jetzt nicht zu Fortschritten kommt, muss das Thema Emissionsrechtehandel angesichts seiner industriepolitischen Bedeutung von der Bundeskanzlerin in die Hand genommen werden“, betonte der Präsident. (red)



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